Motiv(ation)
Natur, Geduld, Wildlife, Inspiration
Die Natur ist eine Meisterin, der alles gelingt
Schon als Kind hat mich die Fotografie fasziniert. Es wirkte beinahe magisch mit einem einzigen Druck auf den Auslöser etwas Bleibendes zu erschaffen. Das technische Prinzip dahinter oder das Befolgen irgendwelcher Regeln war hier eher zweitrangig. Es ging viel mehr ums Tun, ums Sehen, ums Erleben.
So habe ich vor einigen Jahren über erste Makroaufnahmen meinen Weg zur Wildlife-Fotografie gefunden. Für mich ist sie Ausgleich und Ruhepol, ein Gegenstück zum Büroalltag – und zugleich die Möglichkeit zu dokumentieren, wie wertvoll und schützenswert unsere Umwelt ist.
Zwischen Stille und Geduld
Wildlife-Fotografie bedeutet nicht nur Tiere zu fotografieren. Es bedeutet Teil ihrer Welt zu werden — meist für wenige Sekunden, manchmal aber auch für Stunden oder Tage.
Die Meisten sehen am Ende nur das fertige Bild. Einen Eisvogel im Morgenlicht, einen Auerhahn im Nebel, einen Bären, der lautlos aus dem Wald tritt. Was man aber nicht sieht, ist alles davor: Die Kälte, der Regen, die langen Stunden ohne Bewegung, das Warten - Und genau dort entsteht Wildlife-Fotografie wirklich.
Man wartet auf einen einzigen Moment. Nicht kontrollierbar. Nicht planbar. Dein Motiv erscheint nie dann, wenn du es erwartest, oft erscheint es überhaupt nicht. Du lernst, dass du in der Natur nichts erzwingen kannst, du lernst Geduld als ein Werkzeug zu verstehen.
Du hörst Tropfen auf deine Kapuze fallen, es ist kalt. Der Nebel zieht zwischen den Bäumen hindurch. Jeder deiner Atemzüge ist sichtbar. Jeder Laut wirkt gedämpft. Das entfernte Knacken von Ästen ist unüberhörbar, jedes Geräusch lässt einen aufmerksam werden - und plötzlich eine Begegnung. Kein dramatischer Auftritt. Nur Präsenz.
NaturNähe
Ein jedes Bild erzählt seine Geschichte. Eine Geschichte von Geduld, Hoffnung und einer tiefen Verbundenheit zur Natur. Immer wieder staune ich darüber, welche Wunder sich direkt vor meiner Haustür verbergen – oft in kleinen Details oder flüchtigen Augenblicken. Diese zu entdecken und fotografisch festzuhalten, macht für mich den tiefen und unberechenbaren Reiz aus, der untrennbar mit der Naturfotografie verbunden ist.
So finde ich die meisten meiner Motive in meiner oberösterreichischen Heimat: in den sanften Hügeln des Mühlviertels, entlang von Aist, Naarn und Donau, in den Traun-Donau-Auen oder in den Feldern, Wiesen und Wäldern am nordöstlichen Linzer Stadtrand.
Aber auch die unverwechselbare Natur der Wälder Siebenbürgens hat es mir angetan – ein Naturjuwel, das ich bereits mehrmals besuchen durfte - und ein Erlebnis, das mich immer wieder aufs Neue inspiriert.
Natur verbindet
Seit 2025 begleite ich als Fotoguide ausgewählte Wildlife-Fotoreisen. Im Mittelpunkt stehen für mich nicht Kameras und technische Daten, sondern besondere Naturerlebnisse, intensive Tierbeobachtungen und die gemeinsame Freude an gelungenen Bildern.
Die Arbeit mit anderen Fotograf:innen ermöglicht es mir, Erfahrungen weiterzugeben und gleichzeitig selbst immer wieder neue Perspektiven auf die Wildlife-Fotografie zu gewinnen.
Behind the shots
Bei meinen Naturbeobachtungen begleiten mich Kameras von Nikon, sowie bevorzugt 300mm und 500mm Festbrennweiten. Diese Ausrüstung bietet mir die nötige Reichweite und Bildqualität, um Wildtiere möglichst ungestört in ihrem natürlichen Lebensraum abzulichten.